Donnerstag, 9. November 2017

Freehand-Fashion - jetzt wird eigene Klamotte geschneidert

Werbung


Freehand Fashion
Die perfekte Kleidung nähen - ganz ohne Schnittmuster
Chinelo Bally

192 Seiten, 1. Auflage
Format 19,3 x 25 cm, Hardcover
Stiebner Verlag GmbH, Grünwald
ISBN: 978-3-8307-0975-6
(UVP) € 29,90 [D]


Zum Inhalt


Das Buch enthält neben allgemeinen Informationen über die Handhabe desselben und zu Nähtechniken und Massnehmen auch Grundmodelle und spezielle Projekte. Ob Oberteil oder Rock, es ist alles dabei, was freehand entworfen und geschneidert werden kann. Bleistiftrock, Maxirock, Ausgehkleid, ein Hi-Low Top und vieles mehr findet sich auf 192 
Seiten.




Zur Autorin

"The Great British Sewing Bee" - wer kennt dieses Fernsehformat nicht. Seit 2013 gibt es dieses Format in England und es wird Jahr für Jahr der beste Hobbyschneider bzw. die beste Hobbyschneiderin gesucht. Durch diese Sendung wurde auch Chinelo Bally bekannt. Mit ihren Freihand-Schnitten begeisterte sie dort nicht nur die Juroren, sondern auch die anderen Mitbewerberinnen. Inzwischen leitet sie viele Workshops und führt erfolgreich einen Blog.


Rezension

Wer möchte das nicht - individuelle Kleidungsstücke nach seinem Gusto herstellen, ohne erst dutzende von fertigen Schnittmustern durchzuprobieren. Das einzige was man vorbereitend tun muss, ist Mass nehmen. Wie das geht, wird im Buch sehr ausführlich beschrieben.



Zu jedem Maß ist ein Markierung am Modell enthalten, damit man auch das richtige Mass nehmen kann. Hinter den jeweiligen Nummern kann man im Buch sogar seine eigenen Masse notieren.


Nach der Einleitung und Einführung in die Freehand-Thematik geht es an die Grundmodelle. Hier wird nochmal aufgezeigt, welche Masse für welches Projekt wichtig sind und wie man mit einfachen Kniffen die Passform optimieren kann. Ein Part, der auch jederzeit auf Fertigschnitte angewendet werden kann.



Ab Seite 65 werden Projekte vorgestellt, beginnend mit einem Maxirock. Doch nicht nur Röcke können Freihand gefertigt werden, auch Oberteile sind im Projektteil enthalten, wie beispielsweise ein Fledermaus-Oberteil.



Dabei zeigt das Buch bereits zu Beginn jeden Projektes verschiedene Varianten und der Phantasie sind hier wieder einmal keine Grenzen gesetzt. In der Einführung zum Projekt ist eine Masse-Liste enthalten. Anhand dieser kann man die benötigten Masse ermitteln und in die Berechnung der Schnitt-Teile einfließen lassen. 



Im Anschluss an die Einleitung werden die Arbeitsschritte nacheinander beschrieben. Das Beste: es sind zu jedem beschriebenen Arbeitsschritt noch aussagekräftige Bilder eingefügt worden. Das macht das Nacharbeiten leicht!




Stück für Stück kann man sich durch das Projekt arbeiten und hält am Ende ein fertiges und völlig freihändig entworfenes Kleidungsstück in der Hand. Auf sich persönlich zugeschnitten, nach seinen ganz eigenen Massen genäht und so gearbeitet, dass es kein anderer in der Form wohl je sein Eigen nennen kann.
Bei mir ist es das Fledermausshirt geworden, mit langen Ärmeln. Ich fühle mich frei in diesem Teil und freue mich über das tolle Ergebnis, welches in kürzester Zeit entstanden ist. Alles in allem habe ich keine zwei Stunden dafür gebraucht.




Und es ist so richtig Fledermaus :)



Obwohl es sehr Oversize wirkt, fühlt es sich durch das Absteppen an der Taille nicht so an. Es trägt sich wie ein Shirt, eben nur mit offenen und breiten Ärmeln.



Den Stoff hatte ich übrig von einem Sale im Stoffhaus in Stockach. 3 Eur hatte damals der Meter gekostet, ich hatte mich üppig damit eingedeckt - jetzt ist alles weg, denn solche Shirts sind echt Stofffresser. Aber ich bin froh, dass ich diesen Stoff gewählt habe, denn er trägt sich sehr angenehm und ich fühle mich wohl als "Fledermaus", auch wenn Helloween schon vorbei ist :)



Da es mal wieder etwas für mich ist, darf mein Shirt heute zu RUMS, wenn auch spät. Aber wie sagt man so schön, lieber spät als nie.

Fazit:

Mit diesem Buch ist es möglich, ganz individuelle Kleidung ohne ein Schnittmuster zu fertigen. Und hier sprechen wir keineswegs nur von kastenförmig abgenähten Pullis oder einfachen Tellerröcken. Einige Projekte sind durchaus Couture und können sich sehen lassen. Hier ist nicht nur Mut, sondern auch viel Kreativität gefragt. Jeder, der sich neu probieren möchte, sollte dieses Werk im Nähzimmer haben. Es macht Spaß, sich hier selbst zu verwirklichen und auszutesten, wie durch einfache Eingriffe in den Schnitt später immer mehr Varianten entstehen. Ich bin begeistert, wieder einmal, denn der Verlag scheint ein Händchen für das Besondere zu haben und bringt mit diesem Buch wieder ein richtig klasse Nähbuch auf den Markt.



Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, auf den Inhalt meiner Rezension hatte der Verlag keinen Einfluss, es wurden hierzu ebenso keine Vorgaben gemacht.

Bilder aus dem Buch "Freehand-Fashion " vom Stiebner Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.

Mittwoch, 8. November 2017

Ein Hoodie aus dem Buch "Jetzt näh ich für mich!"

Kennt ihr das? Süchtig zu sein nach Schnittmustern, nach Büchern und Zeitschriften, nach neuen Schnitten, die eigentlich gar nicht neu sind, nur morderner? Ich bekenne mich dazu, basta! Ja, ich habe gefühlt Milliarden Schnittmuster zu Hause, ebenso viele wie Meter an Stoff. Na und? Macht doch nichts, ich habe zumindest immer das Richtige zu Hause, wenn mir nach Nähen ist :)

Meine Große wollte schon lange mal wieder etwas haben von Mama. Das ist im übrigen das tollste Kompliment, zu sehen, dass eine 19 jährige die selbst gewerkelten Kleidungsstücke von Mama trägt.


Im Urlaub diesen Sommer ist mir dann - wie auch immer das kam - das Buch "Jetzt näh ich für mich!" von MiouMiou in den Einkaufswagen gehüpft. Dann lag es lange rum, denn ich habe ja auf meinen ersten Halbmarathon trainiert. Wie und in welcher Intensität könnt ihr hier nachlesen.

Dann irgendwann das Buch aufgeschlagen und mit Entsetzen festgestellt, dass die Größen nur bis Gr. 44 enthalten sind - Schock! Darauf hatte ich in meinem Kaufwahn überhaupt nicht geachtet und ich finde, das dürfte ruhig gleich dick und fett vorne auf dem Cover stehen, da hätte ich nix dagegen. Also schnell das Kind ausgemessen, normal trägt sie ja 42/44 bzw. L, aber wir wissen ja, das sagt heute nix mehr, alles fällt irgendwie individuell aus.


Und dann der nächste Schock. In den einleitenden Worten im Buch stand geschrieben, dass die Schnitte doch recht körpernah ausfallen, also nix locker, legerer Hoodie, eher eng und körperbetont. Na toll dachte ich und habe die Maße mit der Tabelle verglichen. Tatsächlich ist um die Brust herum das Maß eher knapp bemessen und ganz kamen unsere Maße nicht zusammen. Ich habe ja auch schon länger die Befürchtung, dass der liebe Gott die jungen Mädels heute mit mehr Oberweite beschenkt, als uns damals...........vor 30 Jahren :) Sei es drum, also den Schnitt in der größten Größe kopiert und an der Oberweite etwas Weite dazu gegeben. Nachgemessen und los ging es.


Den Stoff, einen ganz tollen Interlock, hatte sich das Kind schon vorher ausgesucht und ich online bestellt. Er ist traumhaft schön und ich hatte ihn in jeansblau bestellt und kombiniert mit einem Ankerdruck derselben Serie. Auch der Bündchenstoff ist passend dazu bestellt worden. Ich liebe Shops, die einfach immer auch die richtigen Empfehlungen in ihrer Shopware hinterlegt haben. So kommt es nur selten zum Fehlkauf.


Am Ende kam ein schöner Hoodie heraus, der dem Kind gefällt und der vor allem auch passt. Nur kleiner hätte er nicht sein dürfen an der Brust, jetzt geht er gerade so. Und er wird hoffentlich nun oft getragen und sich darin eingekuschelt. Potential hat er jedenfalls.


Der Schnitt an sich ist schön, gerade mit dem Einsatz über der Brust, der macht den Hoodie nochmal besonders. Die Anleitung habe ich nicht benötigt, da sich ein Hoodie wie der andere nähen lässt und das ein Kleidungsstück ist, dass ich schon ein Dutzend mal genäht habe. Insofern kann ich nicht sagen, wie gut oder schlecht hier ein Neuling mit dem Buch zu Recht kommt. Die Auswahl der Schnitte ist schön, daher hatte ich mir das Buch ja auch gekauft. Auch ich möchte mir ein oder zwei Pullis aus dem Buch nähen, sobald ich die Zeit finde und die "Altbestellungen" alle abgearbeitet sind. Nach meiner Laufsaison fehlt mir noch ein wenig die Motivation zum Nähen, aber es wird. Die Taschen finde ich im übrigen nicht ganz so schön, denn durch die Form klaffen sie etwas auf und nein, das liegt nicht rein am Stoff, sondern an der Art, wie es genäht wird, ohne Bündchen und nur mit doppelter Stofflage und abgesteppt und dann noch ein relativ großer Bogen. Bei meinem Hoodie teste ich das mit Bündchen, den ich zwischen die beiden Lagen (Innen- und Außentasche) unter leichtem Zug anbringen werde. Dann schmiegt es sich besser an den Eingriff der Tasche an. Erfahrung macht klug gel :)

Mit dem Hoodie geht es heute zu AWS und Mittwochsmagich.

Dienstag, 7. November 2017

Kalte Hände - das ist so ein Frauending........

Zumindest bei mir. Ich habe in den Jahreszeiten, in denen es nicht wenigstens 15 Grad und Sonne hat, ständig kalte Hände und wie ein Hund auch immer einen "Tropfen" an der Nasenspitze :) Füsse hingegen ist bei mir weniger ein Problem. Ich habe auch beobachtet, je weniger Fettpolster man hat, desto schneller friert man. Logisch eigentlich. Doch ich kann mir schlecht ein Winterfutter anfressen, denn das müsste ich pünktlich zur Bikinifigurzeit wieder abtrainieren und das ist mir viel zu mühsam. Also gab es, passend zur kürzlich hier gezeigten Mütze, noch ein paar Stulpen, gearbeitet ebenso aus dem Buch vom LV Verlag.


Von der Wolle hatte ich glücklicherweise noch etwas übrig. Nach einer Maschenprobe konnte ich meine neue Maschenanzahl berechnen, wobei es bei mir hätte durchaus an den Handgelenken noch etwas enger sein können. Vorteil nun ist, dass ich die Stulpen auch über einen Pulli ziehen kann, ohne dass es zu eng ist.


Heute früh war es echt brrrrrrrrrrrrrrr, eisig, da gab es klar eine typische Handbewegung.....


wie so oft in der kalten und düsteren Jahreszeit. Ja, der Winter wird wohl kommen und er kommt hier bei uns, 650 Meter ÜM auch vermutlich schon recht bald, die Schneefallgrenze sinkt.


Da ich Handschuhe nicht so gerne trage, weil sie irgendwie immer ein Stück weit bewegungsunfähig machen und mich auch ständig stören, ist diese Übergangslösung für mich gut brauchbar und kann auch immer in der Tasche mitgenommen werden, ohne viel Platz wegzunehmen.

Mit meinen neuen Stulpen, passend zu meiner Mütze, geht es heute zu den DienstagsDingen, HOT und natürlich dem Creadienstag.